Mein Körper,

warum bist du mir so fremd?
Warum seh ich dich soviel anders, als es andere tun?

Ich stehe vor dem Spiegel und nichts seh ich, ausser fett.
Nichts positives will mir einfallen.
Nur negatives.
Ich fange an dich zu hassen.
Ich arbeite gegen dich, nicht mit dir.

Dabei kannst du nichts dafür.
Du kannst nichts dafür, dass ich dich anders sehe.
Du kannst auch nichts dafür, dass du unter den lasten an Essen fast zusammenbrichst.
Und du kannst auch nichts dafür, wenn der Magen anfängt zu knurren und essen verlangt.
Nein, du kannst nichts dafür - nur ich.

Doch es gab auch eine Zeit, in der ich dich liebte.
Wo ich mich wohl in dir fühlte und wo ich dich nicht hassen konnte.
Leider ist die Zeit vorbei.

Dabei bist du mir treu.
Treuer, als es ein Mensch je sein kann.
Du bist bei mir, vom ersten bis zum letzten Atemzug.

Ich sollte aufhören dich zuhassen, dich wieder lieben.
Doch irgendwas in mir kann es nicht.

Nimm es mir nicht übel.
Auch, wenn ich uns beide zerstöre.


(C) Callie



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